Wer an Nachwuchsförderung denkt, denkt meist zuerst an Berufslehren oder Praktika. Tatsächlich engagiert sich die FFB-Group stark in der Ausbildung junger Talente: Über 200 Lernende werden in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet. Zusätzlich haben Trainees der Migros Industrie die Möglichkeit, im Rahmen eines Stages Einblicke in die Arbeit der FFB-Group zu gewinnen.
Ein weiterer wichtiger Beitrag zur Nachwuchsförderung ist die Betreuung von Studierenden bei ihren Masterarbeiten. Dabei erhalten junge Akademikerinnen und Akademiker die Chance, an konkreten Fragestellungen aus der Praxis zu arbeiten, ihr theoretisches Wissen anzuwenden und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen im Unternehmensumfeld zu sammeln. Für die FFB-Group wiederum entstehen neue Perspektiven, innovative Ideen und wertvolle Erkenntnisse.
Masterarbeiten mit echtem Mehrwert
Für Christian Städeli, Leiter Getreidetechnologie, Forschung & Nachhaltigkeit bei der FFB-Group und Timmy Meyer Projektleiter Getreidetechnologie, Forschung & Nachhaltigkeit gehört die Betreuung von Masterstudierenden zu den bereicherndsten Aufgaben ihres Arbeitsalltags.
«Bei der FFB-Group begleiten und coachen wir Studierende während des gesamten Projekts. Sie sind von Anfang an Teil unseres Teams, führen Versuche in unserem Getreidelabor durch und stehen im regelmässigen Austausch mit unseren Fachstellen. So erleben sie direkt, wie eng Wissenschaft und Praxis bei uns zusammengehören», erklärt Timmy.
Forschungsarbeit mit direktem Praxisbezug
Die Themen der Masterarbeiten orientieren sich dabei stets an konkreten Herausforderungen und Fragestellungen aus dem Unternehmen. Gleichzeitig erhalten die Studierenden viel Gestaltungsfreiraum, um eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
Der Erfolg solcher Projekte basiert auf mehreren Faktoren: einer hohen Eigenmotivation der Studierenden, einer engen fachlichen Begleitung und einer offenen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Auch der regelmässige Austausch sowie das konstruktive Hinterfragen von Resultaten tragen wesentlich zur Qualität der Arbeiten bei.
«Junge Talente sind für uns ein wichtiger Teil unserer Zukunft. Sie bringen neue Perspektiven, frische Ideen und wertvolle Impulse mit. Gleichzeitig können wir ihnen Einblicke in unsere Arbeitswelt, unsere Produkte und unsere Unternehmenskultur geben. Diese Zusammenarbeit ist für beide Seiten bereichernd», betont Christian.
Von der ETH ins Getreidelabor: Ausgezeichnete Forschung mit Praxisbezug
Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit sein kann, zeigt das Beispiel von Jana Baur. Die ETH-Absolventin schrieb ihre Masterarbeit bei der FFB-Group zum Thema Sauerteig und wurde im Mai 2026 für ihren Abschluss mit dem renommierten Willi-Studer-Preis der ETH Zürich ausgezeichnet. Ihren Master schloss sie mit der hervorragenden Note 5.93 ab.
Ausschlaggebend für ihre Entscheidung, ihre Masterarbeit bei der FFB-Group zu schreiben, war die Möglichkeit, ein Thema zu vertiefen, das sie persönlich faszinierte. Besonders reizvoll war für sie, dies in einem führenden Unternehmen der Lebensmittelbranche zu tun.
«Was ich besonders geschätzt habe, war die herzliche Aufnahme ins Team. Ich wurde von Anfang an wie ein vollwertiges Teammitglied behandelt. Auch der Kontakt mit verschiedenen Bereichen wie Sensorik, Produktion, Produktentwicklung und dem Chemielabor war sehr bereichernd», erzählt Jana.
Praxis, Austausch und neue Perspektiven
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr die Zeit im Getreidetechnologielabor sowie die enge Zusammenarbeit mit ihren Betreuern. Die regelmässigen Gespräche halfen ihr, die Forschungsergebnisse kritisch zu reflektieren und neue Perspektiven einzunehmen.
«Ich hatte das Glück, zwei fantastische Masterarbeitsbetreuer zu haben: Timmy und Christian. Sie haben mich immer motiviert, über den Tellerrand zu schauen. Der regelmässige Austausch mit ihnen und dem ganzen Team hat mir sehr geholfen, das Beste aus meiner Arbeit herauszuholen», sagt sie.
Lernen fürs Berufsleben
Neben fachlichen Erkenntnissen nahm sie auch wichtige persönliche Erfahrungen mit. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Teams zeigte ihr, wie entscheidend Kommunikation und Planung in komplexen Projekten sind. Gleichzeitig lernte sie, ihre Ideen selbstbewusst einzubringen und auf verschiedenen Ebenen – von der Produktion bis zur Führungsebene – zu kommunizieren.
Studierenden, die eine Abschlussarbeit in einem Unternehmen in Betracht ziehen, empfiehlt sie deshalb ausdrücklich, diese Chance zu nutzen: Die Verbindung von wissenschaftlicher Arbeit und industrieller Praxis eröffne wertvolle Einblicke und helfe bei der Orientierung für die spätere Karriere.
